Pressemitteilung | MBI | 15-04-2020

Hervorragende Grundlagenforschung zur Licht-Materie-Wechselwirkung - Max-Born-Institut erfolgreich evaluiert

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft würdigt in seiner Stellungnahme die hervorragenden Forschungsleistungen und starke internationale Position des MBI. Er empfiehlt die Fortsetzung der gemeinsamen Förderung durch Bund und Länder als Ergebnis einer 2019 durchgeführten Evaluierung.

Foto: MBI

Im Rahmen des Evaluierungsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft hat der Senat seine Stellungnahme zum Bericht einer internationalen Gutachtergruppe vorgelegt, die das MBI im Jahr 2019 bewertet hat. In der Stellungnahme wird betont, dass das MBI äußerst erfolgreich Grundlagenforschung auf dem Gebiet der nichtlinearen Optik und Kurzzeitdynamik bei der Wechselwirkung von Licht mit Materie betreibt. Am Institut werden teilweise einzigartige Laser und lasergesteuerte Kurzpulslichtquellen entwickelt und eingesetzt. Die damit durchgeführten Experimente auf ultrakurzen Zeit- und Längenskalen liefern Einblicke in die mikroskopischen Wechselwirkungen, die die physikalischen Eigenschaften von Atomen, Molekülen, Flüssigkeiten und Festkörpern sowie transienten elektronischen und atomaren Strukturen bestimmen. Das MBI widmet sich damit fundamentalen Fragen der Physik, Chemie und Materialwissenschaften.  

Die Forschungsleistungen des MBI werden als hervorragend bewertet. Dies zeige sich u. a. an zahlreichen qualitativ hochwertigen Publikationen sowie der erfolgreichen Einwerbung sehr kompetitiver Fördermittel, u. a. von drei ERC Grants seit 2016. Das Institut habe sich seit der letzten Evaluierung überzeugend weiterentwickelt und habe seine bereits 2012 bestehende starke internationale Position bestätigt. Hervorgehoben wird auch die gelungene Verzahnung experimenteller mit theoretischer Forschung. Mit seinen Lasersystemen erbringe das MBI darüber hinaus wichtige und stark nachgefragte Infrastrukturleistungen für weitere Forschungseinrichtungen wie dem European X-Ray Free-Electron Laser (XFEL) und dem Free-Electron Laser Hamburg (FLASH) des Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Außerdem beteilige sich das Institut maßgeblich an der Errichtung der Extreme Light Infrastructure (ELI) im Rahmen des European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI).

Die Pläne zur weiteren Entwicklung des Instituts werden als überzeugend bewertet. Der Senat befürwortet nachdrücklich die geplante Beschaffung von für die weitere Institutsentwicklung wichtigen Lasersystemen und betont darüber hinaus die Bedeutung auskömmlicher jährlicher Investitionsmittel für die erfolgreiche Arbeit des Institutes. Das MBI erfülle die Anforderungen, die an eine Einrichtung von überregionaler Bedeutung und gesamtstaatlichem wissenschaftspolitischem Interesse zu stellen sind.

Kontakt

Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI)
Dr. Alexander Grimm
Referent des Direktoriums
Tel. 030 6392-1500
E-Mail alexander.grimmmbi-berlin.de

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